Winter (Vinter)

Schauspiel von Jon Fosse / Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel

Der Mann ist fremd in der Stadt, hat hier einen Termin. In einer anderen Stadt hat er Frau und Kinder. Er setzt sich kurz auf eine Bank. Eine Frau kommt auf ihn zu. Buchstäblich wirft sie sich ihm an den Hals. Er nimmt sie mit in sein Hotelzimmer. Der Termin ist schnell vergessen, und bald hat der Mann auch keine Frau und keine Kinder mehr und keinen Beruf, nur noch das Hotelzimmer und die Bank im Park, auf der er ab jetzt auf sie wartet.

In vier knappen Szenen zeigt das Drama Winter wie sich ein junger, braver Familienvater haltlos in einer Amour fou verliert. Für ihn wird aus einer zufälligen Begegnung das Ende seines bürgerlichen Daseins und der Beginn einer völligen Verausgabung im Liebeswahn.

Die Inszenierung ist das Regiedebüt des Schauspielers Nico Nothnagel, der zuletzt als Gast zum Ensemble des Maxim Gorki Theaters in Berlin gehörte. Winter wurde mit großem Erfolg an Bühnen in Berlin, sowie bei Gastspielen in Hamburg, Bielefeld und Paris gezeigt. Im März 2009 wurde die Produktion im Kleisthaus in Berlin wieder aufgenommen. Dort wurde die Inszenierung in Zusammenarbeit mit der norwegischen Botschaft zum Länderschwerpunkt Norwegen gezeigt.

Besetzung

Regie Nico Nothnagel

Ausstattung Joanna Surowiec

Licht Claudia Rutz

Mit Can Fischer, Wiebke Rohloff

Premiere

19 10 2007 / 20 00 / Theater in der Brotfabrik Berlin

bis 2010 Gastspiele u.a. in Hamburg, Paris, Wien