Fotos: Lutz Knospe

Schnitt und Kamera: Lutz Knospe

Traumfabrik (UA)

Schauspiel von Simone Kucher

„Traumfabrik“ erzählt in Schlaglichtern die aufregende Geschichte der Filmfamilie May. Geht mit den Figuren ins Zentrum ihrer Träume, lotet das Showbizz aus, in all seinen Facetten von Berlin bis Hollywood, von gestern ins Heute. Und fragt, welche Geschichte die wirkliche ist, die es zu erzählen gibt.
Es beginnt mit der Nacht, in der Billy Wilder drei Oscars für seinen Film Sunset Boulevard bekommt und damit eine neue Ära Hollywoods einläutet. Joe May träumt sich auf die Oscarparty, träumt sich in ein Hollywood, das für ihn längst keinen Platz mehr als Filmschaffenden hat.
Ebenso wie der Erzähler namens Joe in Billy Wilders Sunset Boulevard tot im Swimmingpool liegt und aus der Retrospektive die Geschichte einer alternden Stummfilmschauspielerin nacherzählt, zeichnet der „Namensgeber“ Joe May mit seiner Frau Mia und der Tochter Eva die Geschichte ihres Lebens von Berlin bis zu ihrem Exil in Hollywood nach.
Das Stück nimmt dabei in Schlaglichtern Erinnerungsfetzen Joe Mays, Dialoge mit seiner Frau Mia, Originalzitate, den Briefverkehr zwischen Mia May und der Tochter Eva sowie die phantasiereichen Plots ihrer beliebtesten Filme auf. Und erzählt die Geschichte dieser erfolgreichen und produktiven Filmpioniere. Gibt Einblick in ihre Arbeit und in ihr Privates, in dem sie ihre 22-jährige Tochter in der scheinbar glücklichsten Phase ihres Lebens durch Selbstmord verlieren.
Der Abend spürt der Verschränkung von Filmgeschichten und realer Geschichte nach, der Sehnsucht und dem Spiel mit den Träumen, welche der Film verspricht und das reale Leben im Gegensatz dazu lebt.

Besetzung

Regie Holger Müller-Brandes

Ausstattung Lars Reimers

Mit  Christian Bormann, Can Fischer, Susanne Scholl, Nolundi Tschudi

Gefördert durch das Kulturamt Pankow

Premiere

26 11 2014 / 20 00 / Theater in der Brotfabrik, Berlin